Warum Maske tragen?

Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen, Hust- und Niesregeln und das Abstandhalten sind die wichtigsten Maßnahmen im Bezug zur Eindämmung des Coronavirus. Doch wieso kommt nun die dringende Empfehlung zum Tragen einer Nasen- Mundmaske hinzu?

Mit den ersten Lockerungsmaßnahmen werden wir, gewollt oder ungewollt, wieder vermehrt Kontakte zu anderen Menschen haben. Aus diesem Grund wird nun auch hierzulande dringend zum Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit geraten.

Wichtig vorab: DG verteilt Stoffmasken

Diese Information beschreibt Masken wie z.B. den selbstgenähten Stoff Mund-Nasenmaske, einen dickerer Schal oder Halstuch (2 Stoffschichten),…
Die Atemschutzmaske (z.B. FPP2 Maske) wird hier nicht thematisiert und sollte aufgrund unzureichender Bestände medizinischem Personal und Berufsgruppen der ersten Linie vorbehalten sein.
Ab dieser Woche (4. Mai. 2020), erhält jeder Bürger (>12 Jahre) der Deutschsprachigen Gemeinschaft kostenlos zwei Masken. Die Verteilung wird durch die Gemeindeverwaltung erfolgen. Das wie, wann und wo wird durch die Gemeinden kommuniziert, mehr dazu hier.

Schutz für die anderen

Die Schutzwirkung der Mund- Nasenschutzmaske ist noch nicht vollständig untersucht, jedoch weiß man, dass dieser die Geschwindigkeit des Atemstroms und des Tröpfchenauswurfs verringert. Durch diese Maske ist das Risiko, dass man andere Personen durch Sprechen, oder Niesen und Husten ansteckt, verringert. So schützen wir durch das Tragen der Maske unser Gegenüber.

Es gibt nicht ausreichend Hinweise dafür, dass ein solcher Mundschutz einen Eigenschutz bietet, das heißt den Tragenden selbst vor einer Ansteckung schützen kann.

Warum nun die Mundmaske tragen, wenn ich gar nicht krank bin?

Nicht jeder, der mit dem Virus infiziert ist, bemerkt das auch. Auch sind Betroffene, die nur leichte Symptome zeigen, ansteckend. Dies können bis zu 80% der Infizierten ausmachen. Daher ist das vorsorgliche Tragen einer Mund-Nasen-Maske eine zusätzliche Möglichkeit das Übertragungsrisiko in der Bevölkerung zu vermindern.
Die Idee dahinter: wenn jeder eine Maske trägt, schützt jeder jeden.

Wer sollte einen Mundschutz tragen und wo?

Eine Stoffmaske zu tragen, wird ab 12 Jahren empfohlen.
Vorsicht: Die Anwendung wird nicht empfohlen bei Atembeschwerden, Demenz, Beeinträchtigung oder wenn aus medizinischen Gründen eine Maske nicht angebracht ist. Im Zweifelsfall hält man Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt.

Pflicht sind Nasen- und Mundmasken im öffentlichen Nahverkehr. Sinnvoll und dringend empfohlen wird das Tragen eines Schutzes aber ebenfalls beim Betreten öffentlicher Räume, wo der Sicherheitsabstand nicht immer eingehalten werden kann (Supermarkt, Arbeitsplatz, …).

Hygienemaßnahmen bleiben das A und O

Das Tragen eines Mundschutzes ist nur eine Zusatzmaßnahme! Die Hygieneregeln, sowie das Einhalten von 1,5-2 Metern Abstand sind weiterhin die wichtigsten Maßnahmen und sind zu respektieren. Auf keinen Fall sollte die Maske ein falsches Sicherheitsgefühl geben.

Im Gegenteil gibt es Hinweise, auf positive Effekte des Mundschutzes: er hebt das Bewusstsein des „Social Distancing“ hervor und könnte somit einen achtsamen Umgang zu anderen Personen begünstigen.

Was ist beim Umgang mit dem Mundschutz zu beachten?

Wichtig bei diesen Masken zu beachten: Die Außenseiten dieser Masken erhalten womöglich Erreger. Um eine Kontaminierung zu verhindern, sollte die Außenseite möglichst nicht berührt werden. Die Maske soll nach dem Abnehmen in einen Beutel luftdicht verpackt, oder sofort gewaschen werden (bei min. 60 Grad). Beim Aufsetzen der Maske immer vorher gründlich die Hände waschen.

Die Maske soll richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Sobald die Maske durchfeuchtet ist, ist diese umgehend abzunehmen und auszutauschen.

Wie sieht es mit Einmalhandschuhen aus?

Diese werden für die Allgemeinheit nicht empfohlen und sollten nur in medizinischen Einrichtungen getragen werden!
Dieser vermeintliche Händeschutz kann dazu führen ein falsches Sicherheitsgefühl zu vermitteln.
Auf den Handschuhen sammeln sich wie auf der Haut Keime, diese können auf dem Kunststoffmaterial länger verweilen als auf der Hand. Daher ist regelmäßiges Händewaschen sinnvoller. Auch kann man sich mit den Handschuhen genau so gut (bewusst oder unbewusst) ins Gesicht fassen.
Sollte man nicht auf Handschuhe im Alltag verzichten wollen ist besondere Vorsicht beim Ausziehen dieser geboten. Es ist fast unmöglich die Handschuhe abzunehmen ohne sich mit allen Keimen zu kontaminieren, die sich auf – und durch die Wärme – auch unter dem Handschuh angesammelt haben. Daher raten Experten dringend dazu sich die Hände vor An- und nach dem Ausziehen zu desinfizieren.
Unser Tipp: Den Einkauf im Supermarkt ohne Handschuhe erledigen, Desinfektionsmittel mit nehmen und nach dem Einkauf die Hände desinfizieren (bevor das Lenkrad angefasst wird). Zuhause angekommen, sollten die Hände vor und nach dem Einräumen der Lebensmittel gründlich mit Seife und Wasser (30 Sekunden) gewaschen werden.
N.B. Einweghandschuhe gehören nach der Nutzung in den Müll!

 

Weitere interessante Links:

Weitere FAQs und Tipps zum Umgang mit Masken finden Sie hier

Wie Sie einen Mundschutz anziehen sehen Sie hier.

„Nähanleitung Mund- Nasenschutz“

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