Bewegung verbindet weil… andere mich bewegen und das bewegt mich. – Gerd A.

"Die Hilfsbereitschaft und die Empathie des Teams sind einfach bewundernswert. Wenn alle einen am Anfang begrüßen kommen, eine Gasse bilden und man gemeinsam ins Ziel läuft, ist das ein sehr schönes Gefühl."

Gerd A. und Andy E. von Emdygo erzählen wie Bewegung auch eine Form des sozialen Engagements sein kann.  Lass dich vom Interview inspirieren und erfahre, wie Bewegung nicht nur einem selbst, sondern auch anderen guttut.

Möchtest du Emdygo hautnah erleben? Komm gerne zur ersten eigenen LaufveranstaltungZ.i.Z. – Zusammen ins Ziel!“ am 13. Juni 2026. Eine Veranstaltung für die ganze Familie – mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, musikalischer Unterhaltung und leckeren Speisen. Mehr Infos zur Veranstaltung erhältst du unter: https://www.emdygo.com/eigene-laufveranstaltung

Interview mit Gerd A. (Mitglied im Rollstuhl)

1. Wie bist du auf Emdygo aufmerksam geworden?

Das war ein Zufall im Sommer 2024 auf der Veranstaltung „Lauf für das Leben“. Das Team hatte mich angesprochen, und das hatte mich direkt begeistert, sodass ich gleich bei einem Testlauf mitgemacht habe. Das erste Mal hat mir sehr gut gefallen, und seitdem bin ich dabei und der Älteste im Team.

2. Was hat dich dazu bewegt, an den Laufveranstaltungen mitzumachen?
Man ist in der Natur und unter vielen Leuten. Das ist schön, da ich ein geselliger Mensch bin und viele Leute kenne. Der Osterlauf war die erste richtige Laufveranstaltung. Das war sehr schön, da viele angefeuert haben und meinen Namen gerufen haben. Das ist wirklich etwas Besonderes.

3. Wie erlebst du die Läuferinnen und Läufer, die dich begleiten?
Sie sind sympathisch, hilfsbereit und sehr freundlich. Es ist wirklich bewundernswert, was sie leisten. Ich kenne sehr viele aus dem Team.

4. Was gefällt dir besonders daran, draußen unterwegs zu sein?
Die Natur. Ich bin schon immer gerne draußen und unterwegs gewesen. Das bietet mir Abwechslung, und man trifft immer viele Leute, die man kennt.

5. Welche Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die selbst eine Beeinträchtigung haben, aber glauben, dass solche Veranstaltungen für sie nicht möglich sind?
Wenn man in irgendeiner Art mitmachen kann, dann sollte man das auf jeden Fall machen. Es ist schön, rauszukommen, und ich hoffe, dass ich noch viele Jahre mitmachen kann.

6. Was macht ihr als Team besonders gut zusammen?

Das Team ist wirklich gut organisiert, behutsam und begleiten einen sehr gut. Ich habe mich bisher immer wohl und sicher gefühlt und keine Sekunde Angst beim Laufen gehabt.

7. Warum glaubst du, kann Bewegung auch eine Form von sozialem Engagement sein?

Weil EMDYGO eine Form des sozialen Engagements ist. Wenn ich bedenke, dass viele Leute zusammenarbeiten müssen, um uns in Bewegung zu bringen, kann ich nur staunen wie gut das funktioniert.

Interview mit Andy E. (Gründer)

1.Wie würdest du Emdygo in zwei Sätzen beschreiben?

EMDYGO steht für den Glauben, dass Sport für alle zugänglich sein sollte, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Behinderung oder anderen individuellen Merkmalen.

Wir sollte die beeinträchtigen Menschen nicht vergessen, die nicht aus eigener Kraft Sport treiben können.

2. Warum engagierst du dich bei Emdygo und läufst mit Menschen mit Beeinträchtigung?

Empathie und die Liebe zu den Menschen, sind für mich wichtige Komponenten, um dieses Projekt ausüben zu können. Dabei steht neben einer reibungslosen Organisation und Ablauf, das Einfühlungsvermögen gegenüber den Menschen für mich im Vordergrund.

3. Wie hat der Laufverein deine Sicht auf Bewegung verändert?

Ich bin in einem Alter, es ist zumindest meine Einstellung, dass ich mir selbst nichts mehr beweisen muss, z.B. einen Marathon, Halbmarathon, Volksläufe mit noch besseren Zeiten jedes Mal zu unterbieten. Ich habe zwar weiterhin den Ehrgeiz und diese Kraft liegt mir am Herzen, in dieses Projekt zu investieren.

4. Gibt es einen Moment, an den du immer wieder gern zurückdenkst?

Die entgegengebrachte Freude, Dankbarkeit und das Lächeln jedes einzelnen beeinträchtigten Mitgliedes sind mit Geld nicht zu bezahlen und davon gibt es nach fast 2 Jahren schon unzählige besondere Momente mit jedem Einzelnen.

5. Was hast du durch die Begegnungen mit den Teilnehmenden im Rollstuhl über dich selbst gelernt?

Wir sollten uns vor Augen halten, dass wir uns so glücklich schätzen sollten, wie gut es uns geht (auch wenn die Welt momentan verrücktspielt) und vor allem gesund sind.

6. Was braucht man, um bei Emdygo teilzunehmen?

Für die Läufer eine gewisse Basis an Kondition, Spaß am Laufen und die Freude am sozialen Engagement.

Für die beeinträchtigte Person nur die gute Laune.

7. Was macht ihr als Team besonders gut zusammen?

Die Stärke des Teams ist jedes einzelne Mitglied.
Die Stärke eines jeden Mitglieds ist das Team. –
Philip Douglas Jackson (*1945, US-Basketballtrainer)

Wir passen gemeinsam aufeinander auf und ganz besonders die gegenseitige Fürsorglichkeit.

8. Gibt es etwas, das du dir für die Zukunft der inklusiven Bewegung in Ostbelgien wünschst?

Menschen zu verbinden, Barrieren abzubauen und jedem die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten und zu wachsen. Gegenseitiger Respekt unter den Menschen.