Teste deinen Mediengebrauch!

Smartphones sind attraktiv, rund um die Uhr verfügbar und die Versuchung ist groß, sie mehr als gewünscht zu benutzen. Doch wann ist es ein problematischer Gebrauch? Und wann wird es wirklich eine Sucht? Dies ist nicht immer einfach zu erkennen...

Habe ich die Kontrolle über meine Nutzung?
Mache jetzt den Test:
Selbsttest zur Smartphone-Nutzung  von der Landesanstalt für Medien NRW

Habe ich eine problematische Nutzung?
Der Großteil benutzt sein Smartphone schon mal mehr als gewünscht, ist jedoch noch nicht im problematischen Bereich. Das Internet und die psychologisch geschickt konstruierten Smartphone-Apps sollten in ihrer Wirkung auf unser Verhalten dennoch nicht unterschätzt werden. Mit Algorithmen, Werbeangeboten, kleinen Belohnungen etc. werden wir oft genug zu Impulsen verleitet, die mit der Zeit in den problematischen Bereich gehen können. Alleine der Anblick unseres Smartphones aktiviert bei vielen von uns schon unser Belohnungssystem.

Ab wann ist es wirklich Sucht?
Ein gewisses Maß an Suchtverhalten ist absolut menschlich. Das Gemeinsame dabei ist, dass im Ursprung der Wunsch steckt, Erleichterung oder Freude zu finden von einem oft unbewussten Schmerz oder von unangenehmen Gefühlen. Das Suchtmittel schafft kurzfristig Erleichterung oder Freude und verkehrt sich dann auf Dauer ins Negative oder wirkt kaum noch. Wir können aber nicht davon ablassen und der Teufelskreislauf beginnt von Neuem. Dabei ist das Suchtmittel nicht das Ausschlaggebende: Arbeiten, Kaufen, Medien, Drogen, Essen – es kann eigentlich alles sein.

Indikatoren von einer problematischen Sucht beginnen dort, wenn die Aktivitäten im Internet attraktiver werden als das übrige Leben und soziale Kontakte oder Verpflichtungen im „realen“ Leben vernachlässigt werden. Je nach Ausprägung unseres Suchtverhaltens können wir die Kontrolle über unser Leben verlieren. Wenn wir dadurch starkes Leiden verspüren, sollten wir uns unbedingt Hilfe holen.

Die Diagnose Mediensucht existiert nicht offiziell. Es gibt ausschließlich die Diagnose „Internetnutzungsstörung“. Diese beinhaltet Computerspielstörung, Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung, Pornografie-Nutzungsstörung und Shoppingstörung.

Typische Symptome von Suchtverhalten sind:

  • Craving: starker, schwer bezwingbarer Wunsch, das suchtartige Verhalten auszuüben oder das Suchtmittel zu benutzen.
  • Toleranzentwicklung: um den gleichen positiven Effekt zu erleben, sind höhere Dosen des Suchtmittels oder des suchtartigen Verhaltens erforderlich.
  • Vernachlässigung anderer Lebensbereiche: Dem Nachgehen der Sucht wird Vorrang vor anderen Interessen und Verpflichtungen gegeben.
  • Entzugssymptome: Bei Beendigung oder Reduktion des Konsums können körperliche und/oder psychische Entzugssymptome auftreten (wie Reizbarkeit, Schmerzen..)
  • Kontrollverlust: Es wird zunehmend schwieriger, den Substanzkonsum oder das Ausmaß des süchtigen Verhaltens bezüglich Dauer und Intensität zu kontrollieren.
  • Anhaltender Konsum trotz bereits eingetretener Schäden: Der Substanzkonsum bzw. das Suchtverhalten wird fortgesetzt, obwohl es bereits zu schädlichen Folgen geführt hat.

Teste dich: Geht es in Richtung Sucht?

Du findest im Internet auch Tests zu Internet- oder Handysucht.

Falls du Hilfe brauchen solltest, findest du hier Anlaufstellen:

Anlaufstelle Sucht in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens:
ASL – Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung

Psychotherapie in der DG: Beratungs- und Therapiezentrum (BTZ)
BTZ | Beratung & Therapie in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Online-Informationen: Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ)
Hilfe bei Mediensucht | mediensuchthilfe.info

Gehe das Thema bewusstere Smartphone-Nutzung aktiv an und verschaffe dir mehr Freiräume in deinem Leben!